Historie

120 Jahre Genossenschaft

Am 27. März 1903 wurde die WBG 1903 in Potsdam gegründet. Damals hieß sie noch „Beamten-Wohnungsverein zu Potsdam“ und hatte das Ziel erschwinglichen Wohnraum für Potsdams Beamte zu schaffen.

Auf den Wegen alter Baumeister

Im 19. Jahrhundert schufen Baumeister wie Ludwig Persius, Ferdinand von Arnim, Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Ferdinand Hesse  und Peter Joseph Lenné die noch heute zu erlebende Potsdamer Kulturlandschaft. Dieses reichhaltige architektonische Ambiente in der Havellandschaft war für den Beamten-Wohnungsverein zu Potsdam, der sich 1903 gründete, Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Die Bauleidenschaft des Vorstandes ist auch heute noch daran abzulesen, dass er zu damaliger Zeit Baugrundstücke in der oft unmittelbaren Nähe von großen Parkanlagen, Waldgebieten und anderen Potsdamer Sehenswürdigkeiten erwarb.

Gründung und Bautätigkeiten

Der Beamten-Wohnungsverein zu Potsdam (BWV) wurde 1903 mit dem Ziel gegründet, gesunden, zweckmäßig eingerichteten und neuzeitlichen Anforderungen entsprechenden Wohnraum zu schaffen. Die Genossenschaft zählte im Jahr 1903 354 Mitglieder.

Der Verein begann mit seinen Aktivitäten in der Nauener Vorstadt von Potsdam. Dort entstand eines der schönsten und anspruchsvollsten Wohngebiete des Vereins in der Kleinen Weinmeisterstraße, in der Großen Weinmeisterstraße und in der Hessestraße. Dabei fallen besonders die herrschaftlich anmutenden viergeschossigen Mietshäuser aus den Jahren vor dem I. Weltkrieg auf, die ausgeprägte Jugendstilelemente aufweisen. Die Straßen verlaufen in leichten Bögen. Entworfen wurden die Bauten durch die Vereinsarchitekten Muster und Blohm.

Von 1912 bis 1914 sowie 1922 und 1923 wurde in der Nauener Vorstadt in der Friedrich-Ebert-Straße gegenüber der Stadtverwaltung ein weiteres Bauvorhaben verwirklicht. Es entstand in der Behlertstraße eine Wonnanlage für 85 Genossenschaftsmitglieder. Von 1907 bis 1912 wurden die Wohnanlagen in der Brandenburger Vorstadt, in der Hans-Sachs-Straße und der Meistersingerstraße errichtet. Es handelt sich um 23 große vierstöckige Reihenhäuser, die betont großstädtisch wirken und zum Teil Seitenflügel und Hinterhäuser haben, die große Wohnhöfe einschließen.Das Wohngebiet Am Brunnen in der Teltower Vorstadt wurde ab 1922 gebaut.

Vom 2. Weltkrieg bis zur Wende

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der BWV kurzzeitig unter dem Namen „Potsdamer Wohnungsverein“ weitergeführt, dann als Treuhandunternehmen der Stadtverwaltung und ab 1960 wiederum als selbstständige „Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft  Neue Zeit“. Ausgehend von den historischen Traditionen und der Nutzungsphilosophie des ehemaligen Beamten-Wohnungsvereins etablierte sich die Genossenschaft nach der Wende, im Jahre 1990, neu unter dem Namen Wohnungsbaugenossenschaft 1903 Potsdam eG.

Die WBG 1903 Heute

Unserer WBG 1903 gehören heute mehr als 2.600 Mitglieder an, zum Immobilienbestand zählen wir 1500 Wohnungen, Gewerbeeinrichtungen, Garagen und PKW-Stellplätze. Die Wohnhäuser sind hauptsächlich in drei Stadtgebieten angesiedelt – Brandenburger Vorstadt, Nauener Vorstadt und Teltower Vorstadt.

 

Unsere Nutzer auf Spurensuche

Film Nauener Vorstadt – Ein Quartier im Wandel der Zeit

Film Hessestraße in Potsdam – Bilder einer Straße im Wandel der Zeit

Der lange Weg zu unserem Namen

1903–1946
Beamtenwohnungsverein zu
Potsdam

1946–1960
Potsdamer Wohnungsverein

1960–1990
Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Neue Zeit

1990–Heute
Wohnungsbaugenossenschaft 1903 Potsdam eG (WBG 1903)